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Ratgeber · Pickleball-Schläger

Pickleball-Grundschläge: Dink, Drive, Volley und dritter Schlag

Die Pickleball-Grundschläge erklärt: Kontinentalgriff, Dink, Drive, Volley, dritter Schlag als Drop oder Drive, Lob, Schmetterball, Reset und Übungen.

Von Das PickleballPala-Team Aktualisiert am 6 Min. Lesezeit
Pickleball-Grundschläge: Dink, Drive, Volley und dritter Schlag

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Pickleball lernt man schnell, gut spielt man aber erst, wenn man weiß, welcher Schlag in welcher Situation passt. Anders als im Tennis gewinnt hier nicht, wer am härtesten schlägt, sondern wer den Ball am Netz kontrolliert und den Gegner zwingt, ihn anzuheben. In diesem Ratgeber geht es um Griff, Bereitschaftsstellung und die zehn Schläge, die du für deine ersten Matches brauchst, mit Übersichtstabelle und einfachen Übungen.

Kurz gesagt: Kontinentalgriff, Schläger vor der Brust und kurze Bewegungen. Von der Grundlinie tief spielen, an der Küchenlinie weiche, flache Dinks. Fast jeder Ballwechsel dreht sich darum, an die Küchenlinie zu kommen und dort zu bleiben.

Kontinentalgriff und Bereitschaftsstellung

Für den Einstieg empfiehlt sich der Kontinentalgriff, also der Griff, mit dem man einen Hammer hält. Fass den Schläger, als würdest du ihm die Hand geben, mit dem „V“ zwischen Daumen und Zeigefinger auf der oberen Griffkante. Der große Vorteil: Er funktioniert für Vorhand, Rückhand, Volley und Aufschlag, ohne umzugreifen. Das ist entscheidend in einem Sport, in dem die Ballwechsel am Netz blitzschnell sind.

Greif locker zu: Auf einer Skala von 1 bis 10 etwa 3 bis 4 bei weichen Schlägen und etwas fester beim Drive. Eine verkrampfte Hand leitet Vibrationen in den Unterarm und kostet Gefühl. Ist der Griff zu dünn oder rutschig, hilft ein Overgrip.

Genauso wichtig ist die Bereitschaftsstellung: Füße schulterbreit, Knie gebeugt, Gewicht auf den Fußballen und der Schläger vor der Brust, Schlägerkopf leicht nach oben. So erreichst du Vorhand und Rückhand mit einer kurzen Bewegung. Der typische Fehler ist, den Schläger auf Kniehöhe hängen zu lassen: Am Netz bleibt keine Zeit, ihn hochzunehmen.

Schläge von der Grundlinie: Return und Drive

Return

Wegen der Doppel-Aufprall-Regel muss der Aufschlag aufspringen, bevor du ihn returnierst, und dein Return muss aufspringen, bevor das aufschlagende Team ihn spielt. Darum ist der ideale Return tief und hoch, nahe an der gegnerischen Grundlinie. So bleibt der Aufschläger hinten und du gewinnst Zeit, um an die Küchenlinie vorzurücken. Ein harter, aber kurzer Return schenkt dem Gegner das Netz. Returnieren und sofort nach vorn.

Drive

Der Drive ist der kraftvolle Grundschlag, flach oder mit etwas Topspin, der knapp über das Netz geht. Er dient dazu, einen hohen Ball anzugreifen oder Druck auf einen Gegner im Mittelfeld zu machen. Schwing von unten nach oben, verlagere das Gewicht nach vorn und beende den Schlag mit dem Schläger in Zielrichtung. Schläger aus Carbon bieten dabei mehr Kontrolle, Glasfaser etwas mehr Beschleunigung.

Der dritte Schlag: Drop oder Drive

Den dritten Schlag spielt das aufschlagende Team nach dem Return. Weil auch der Return aufspringen muss, steht das aufschlagende Team meist noch an der Grundlinie, während die Gegner schon am Netz sind. Es gibt zwei Optionen:

  • Third Shot Drop: ein weicher Ball im Bogen, der in der gegnerischen Küche landet. Der Gegner muss von unten nach oben spielen und du hast Zeit, nach vorn zu kommen. Er ist der schwierigste Schlag und unterscheidet Einsteiger am deutlichsten von fortgeschrittenen Spielern.
  • Third Shot Drive: ein harter, flacher Ball auf die Füße des Gegners. Er funktioniert, wenn der Return kurz oder hoch war, und lässt sich gut mit einem Drop im fünften Schlag kombinieren.

Am besten wechselst du ab: Wer immer droppt, wird gelesen; wer immer hart schlägt, bekommt Volleys auf die Füße. Aufschlag und Doppel-Aufprall-Regel erklären wir im Ratgeber zu den Pickleball-Regeln.

Schläge am Netz: Dink, Volley und Reset

Dink

Der Dink ist ein weicher Schlag von der Küchenlinie, der in der gegnerischen Küche aufspringt. Er kommt aus der Schulter, nicht aus dem Handgelenk: Der Schläger bewegt sich kaum und der Ball geht knapp über das Netz. Ziel ist, dem Gegner nichts zum Angreifen zu geben. Dink-Duelle sind das Markenzeichen des Pickleball, und wer den Ball zuerst anhebt, verliert meist den Punkt. Du darfst die Küche betreten, um einen bereits aufgesprungenen Ball zu spielen; mehr dazu in der Küchenregel.

Volley und Punch Volley

Beim Volley schlägst du den Ball aus der Luft, und das ist nur erlaubt, wenn du außerhalb der Küche stehst und die Linie nicht berührst. Der Punch Volley ist ein kurzer, fester Volley, ein „Stoß“ vor dem Körper ohne Ausholbewegung. Er eignet sich für Bälle auf Brusthöhe. Kommt der Ball tief, greif nicht an, sondern blocke ihn weich in die Küche.

Reset

Der Reset ist ein Abwehrschlag, der einen schnellen Ball in einen langsamen, flachen Ball verwandelt, der in die gegnerische Küche fällt. Dafür nimmst du mit offener Schlagfläche und sehr lockerem Griff das Tempo heraus. Er rettet dich, wenn du im Mittelfeld erwischt wirst.

Lob und Schmetterball

Der Lob spielt den Ball hoch und tief über einen Gegner am Netz. Er funktioniert als Überraschung, vor allem wenn der andere sehr dicht an der Küche steht; fällt er zu kurz, wird er geschmettert. Setz ihn sparsam und gezielt ein.

Der Schmetterball (Overhead, Smash) ist die Antwort auf einen kurzen Lob oder jeden hohen Ball. Stell dich seitlich, zeig mit der freien Hand auf den Ball und triff vor dem Körper in Richtung Füße des Gegners oder in eine Lücke.

Wichtig: Lauf einem Lob nie rückwärts hinterher. Das ist die häufigste Sturzursache im Pickleball. Dreh den Körper und bewege dich seitlich zurück oder überlass den Ball deinem Partner. Mehr dazu im Ratgeber zu Verletzungen und Aufwärmen.

Schlagtabelle: wann welcher Schlag

SchlagVon woWannZiel
ReturnGrundlinieImmer nach dem AufschlagTief, um ans Netz zu kommen
DriveGrundlinie oder MittelfeldHoher Ball oder Gegner hintenDruck machen, auf die Füße
Third Shot DropGrundlinieGegner am NetzIn der Küche landen und vorrücken
Third Shot DriveGrundlinieKurzer oder hoher ReturnFehler oder schwachen Volley erzwingen
DinkKüchenlinieBallwechsel am NetzAngriff verhindern
Volley / Punch VolleyAußerhalb der KücheHoher Ball aus der LuftAbschließen oder Druck machen
ResetMittelfeldUnter Druck, weit vom NetzNeutralisieren, zurück ans Netz
LobNetz oder GrundlinieGegner klebt am NetzÜberraschen, Zeit gewinnen
SchmetterballÜberallHoher, kurzer BallPunkt machen

Übungen für Einsteiger

  1. Cross-Dinks (10 Minuten): Beide Spieler stehen diagonal an der Küchenlinie. Zählt, wie viele Dinks in Folge ihr schafft, ohne dass der Ball hochsteigt.
  2. Drops von hinten: Der Spieler am Netz spielt Bälle zur Grundlinie, der andere versucht, sie in die Küche zu droppen. Nach 20 Bällen wechseln.
  3. Volley gegen Volley: Beide außerhalb der Küche, weiche, kontrollierte Volleys auf Brusthöhe, ohne den Ball aufspringen zu lassen.
  4. Tiefer Return: Markiere eine Zone etwa einen Meter vor der Grundlinie und ziele mit deinen Returns dorthin.
  5. Wand: Allein trainierst du Volleys und Dinks auf kurze Distanz gut an einer glatten Wand.

Wer mit vielen Bällen trainiert, spart sich mit einem Ballsammler das ständige Bücken und schont den Rücken.

Typische Anfängerfehler

  • Jeden Ball hart schlagen: Im Pickleball gewinnt Geduld mehr Punkte als Kraft.
  • Im Mittelfeld stehen bleiben, im „Niemandsland“, wo jeder Ball auf den Füßen landet.
  • Den Dink aus dem Handgelenk statt aus der Schulter spielen.
  • Beim Volley auf die Küchenlinie treten.
  • Den Schläger zwischen den Schlägen sinken lassen.

Wenn du noch Ausrüstung suchst: Schläger für Einsteiger haben einen großen Sweetspot, der Treffer außerhalb der Mitte verzeiht.

Empfohlene Ausrüstung zu diesem Ratgeber

Pickleball-Schläger aus Carbon 9.1 PickleballPala-Wertung: 9.1 von 10
Pickleball-Schläger für Einsteiger 9.1 PickleballPala-Wertung: 9.1 von 10
Pickleball-Bälle für draußen 9.2 PickleballPala-Wertung: 9.2 von 10
Pickleball-Ballsammler 9.2 PickleballPala-Wertung: 9.2 von 10

Häufige Fragen

Welcher ist der wichtigste Schlag im Pickleball?+

Viele Trainer nennen den Dink, weil die meisten Punkte zwischen fortgeschrittenen Hobbyspielern am Netz entschieden werden. Danach folgt der Third Shot Drop, mit dem das aufschlagende Team an die Küchenlinie kommt.

Welchen Griff nutzt man beim Pickleball?+

Für Einsteiger wird meist der Kontinentalgriff empfohlen. Er passt für Vorhand, Rückhand, Volley und Aufschlag, ohne umzugreifen, was bei schnellen Ballwechseln am Netz hilft.

Was ist ein Third Shot Drop?+

Das ist der dritte Schlag im Ballwechsel, den das aufschlagende Team als weichen Ball in die gegnerische Küche spielt. Der Gegner muss von unten nach oben schlagen und das aufschlagende Team hat Zeit, ans Netz vorzurücken.

Darf man in der Küche volleyen?+

Nein. Du darfst keinen Ball aus der Luft schlagen, während du in der Küche oder auf ihrer Linie stehst, und auch nicht durch den Schwung eines Volleys hineingeraten. Einen bereits aufgesprungenen Ball darfst du in der Küche spielen.

Wie trainiere ich Pickleball-Schläge allein?+

An einer glatten Wand lassen sich Volleys, Dinks und Drives üben. Aufschläge und Drops kannst du mit einem Korb voller Bälle trainieren, ein Ballsammler spart dabei Zeit beim Aufsammeln.

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